Kommunikation in Zeiten von Corona

Corona ist Krise. Daran muss sich auch die Kommunikation von Wissenschaft und Politik anpassen. Verlässliche Informationen garantieren, die wichtigen Details herausfiltern, inmitten der Panikmache gehört werden – das sind die Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaftler*innen, Politik und Bevölkerung. Im Fall der Fälle Orientierung und Aufklärung statt Verunsicherung und Ratlosigkeit zu bieten, braucht eine gute Vorbereitung.

Mit Abstufungen gegen das Wissensgefälle

Das massive Wissensgefälle zwischen Laien und Forscher*innen führt in der Wissenschaftskommunikation seit jeher zum Dilemma. Wissenschaftlich korrekt vs. für alle verständlich – das muss kein Konflikt sein. Kommunikation in abgestufter Detailtiefe ist eine probate Lösung. Vom simplen Key Fact über Fact-Sheets, Infografiken, Interviews, Dashboards bis zu detaillierten Studien kann jede Zielgruppe genau mit dem Detailgrad bedient werden, den sie braucht. Diese Art von Wissenschaftskommunikation im Alltag zu etablieren hilft, um in der Krise die passenden Formate und Inhalte zum Thema Covid-19 parat zu haben.

Verzicht auf die Omnichannel-Gießkanne

Die nächste Herausforderung ist die Omnichannel-Gießkanne. Viele haben sich angewöhnt, jeden Content über alle Kanäle zu spielen, getreu dem Motto: Viel hilft viel. Verstopfte Feeds helfen in Krisenzeiten allerdings niemandem. Vor allem nicht der Wissenschaft. Sie muss dafür sorgen, dass wichtige Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen bei den richtigen Empfänger*innen ankommen. Keine Abholkommunikation, keine breite Streuung, stattdessen aktives Kommunizieren, Aufbau etablierter Informationswege zur Politik und Verwaltung, zu zentralen Ansprechpartnern in den Medien und auch zu Meinungsführern im Social Web. Wissenschaft muss Fakten sammeln, einschätzen und spitz kommunizieren. Die richtigen Fakten breit streuen sollen andere.

Viele Köpfe – eine Stimme

Die Zahl der Ärzt*innen und Forscher*innen, die sich mit Covid-19 beschäftigen, ist groß. Die Bandbreite ihrer Aussagen zu den zentralen Fragen sollte es nicht sein. Eine in den wichtigsten Punkten grundlegend abgestimmte Kommunikation schafft Sicherheit für alle und stärkt die Glaubwürdigkeit der Aussagen. Das gilt für die Wissenschaft ebenso wie für die Ärzteschaft und die Politik – und ist in Krisenzeiten besonders entscheidend. Wenn sich Forschungsergebnisse und Meldungen dazu widersprechen—wofür es gute Gründe geben kann—, müssen Ursachen dafür erläutert werden.

Wenn die Wissenschaftskommunikation sich grundlegend nach diesen Regeln ausrichtet, sind für die nächste Krise schon wichtige Schritte getan. Eine verlässliche Kommunikation kann dann schneller aufgebaut und die Hoheit über die Fakten schneller gesichert werden.

Jetzt die Wissenschaftskommunikation auf die Spur bringen: #GuteKommunikation für Wissenschaftler*innen und Forschungseinrichtungen!


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